
STICK AROUND


16.April 2026 - 19:00 Uhr
17.April 2026 - 19:00 Uhr
Rote Fabrik Zürich
03. Mai 2026 - 19:00 Uhr
13. Mai 2026 - 19:00 Uhr
Kulturhaus Helferei Zürich
14. Nov. 2026 - 14:30 Uhr
15. Nov. 2026 - 14:30 Uhr
Central Uster
Achtung Fettnäpfchen-Alarm. Ihr Kind oder jemand in ihrem Umfeld hat sich als queer geoutet? Zittern Ihnen heimlich die Knie bei Ihren ersten Schritten im queeren Terrain? Fühlen sich Gespräche im Familien- und Freundeskreis bei dem Thema wie ein Spiessrutenlauf an?
Herzlich willkommen zu unserem Survival-Training. Spazieren Sie mit uns auf einem szenischen Rundgang durch eine Collage aus jungen queeren Stimmen, Performance- und Erklärbär-Elementen und erleben Sie, wie die szenischen Motive zu einem Perspektivwechsel einladen. Erlauben Sie sich neugierig, den Drang nach Binaritäten, nach falsch und richtig, wahrzunehmen. Und ergreifen Sie anschliessend beim „Schwule-Tanten-Kaffeeklatsch“ bei Wackelpudding die Gelegenheit, ungeniert Fragen zu stellen, Vorurteile auf- und auszuräumen, Halbwissen zu vervollständigen und Unsicherheiten im Umgang mit jungen Personen, deren sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsidentität sich gerade verändert zu formulieren.
Ja, richtig: mitmachen ist möglich, aber nicht zwingend. Die Form wählen Sie. Trauen wir uns, gemeinsam einen Raum des Wissenstransfers zu schaffen. In Fettnäpfchen treten ist erlaubt und belastet keine Beziehungsebenen.
THE QUEERS ARE ALIVE versteht sich als künstlerische Intervention, die junge queere Menschen entlasten möchte, damit sie nicht als Expert*innen für sich selbst und ihre Generation fungieren müssen. Die Einladung richtet sich bewusst an das Umfeld von jungen Queers, an Personen, die bislang wenig oder gar nicht mit Queerness und Suizidalität in Berührung gekommen sind, sowie alle Interessierten.
Wir sind überzeugt: Dinge, die schwierig sind, muss man üben. Lassen Sie uns beginnen.
Eine Produktion von Stick Around.
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Von und mit: Sabrina Tannen, Dorothea Mildenberger, Dominic Schibli, Mikki Levy-Strasser, Joh von Felten, den Stimmen unserer Kompliz*innen (Lee, Aino, Max, Ines, Mindra, Christian und Milva), Personen des Care-Teams (Anja, Carmen, Jazz und Kathrin) und des Personen des Wellness-Teams. Produktionsleitung: Daniel Riniker Tonschnitt: Julian Fuchs Support (Kostüm/Requisite/Audio-Dramaturgie): Lee Fischer
Stick Arounds künstlerische Praxis widmet sich den unterschiedlichen Aspekten rund um den Themenkomplex Jugendsuizid. Queere Jugendliche gehören zu einer ausgewiesen vulnerablen Gruppe.
Weiter hören , heiter lesen und gescheiter denken.
Fühl dich herzlich eingeladen, durch das Begleitheft zu The Queers Are Alive zu blättern – egal, ob du bereits bei einer Aufführung warst, erst noch kommen magst oder du losgelöst davon interessiert bist, mehr zu erfahren.




The Queers Are Alive ist im Austausch mit fünf jungen queeren Menschen, Eltern von queeren Kindern, einem Pfarrer und Bruder einer queeren Person und einer queeren Politikerin entstanden. Ihre Stimmen, Geschichten, Perspektiven, Gedanken, Sorgen, Missgeschicke und Erkenntnisse sind in künstlerisch transformierter Form wesentlicher Bestandteile von The Queers Are Alive.
Während der Projektentwicklung führten wir auf unterschiedliche Weise (Zoom, Sprachnachrichten/Messenger, analoge Treffen in halligen Räumen oder geräuschvollen Kaffees und/oder über zugesendete Videobotschaften) Interviews. Die folgenden DATEIEN sind eine kuratierte Auswahl der kostbaren Begegnungen mit diesen tollen Personen, die dir sowohl vertiefende Einblicke, Querverbindungen von Themenfeldern und Perspektivwechsel ermöglichen mögen.

1
Junge queere Stimmen
Die fünf queeren Jugendlichen, die wir interviewt haben, sind non-binär, trans, lesbisch und gender-queer, kommen aus der Stadt Zürich oder vom Land und haben verschiedene kulturelle Hintergründe. Wir sprachen mit ihnen über ihr Queersein, schwierige Phasen Schwärmereien, Community und darüber, was ihnen Kraft in ihrem Queersein gibt.
Aus den Gesprächen und ihren Antworten haben wir vier Collagen für dich zum Hören zusammengestellt. Wenn du magst, setz dir gerne Kopfhörer auf und tauche mit Max, Aino, Lee, Mindra und Ines in ihre Gedanken und ihr Erleben von Einsamkeit, Aufbruch, Schwärmen und Coming-Out,
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2
Eltern/Familie
Dorothea aus dem künstlerischen Team sprach mit einem Papa mit non-binären Kind und schrieb im Anschluss an diese Begegnung den Text “Ach stimmt, das heisst ja beides queer”, der er uns einen Einblick in sein Erleben und seinen Prozess als Papa gewährt.





2
Milva ist Mutter einer trans Tochter. Sie ist mit ihrer trans Tochter und als Familie seit fast acht Jahren im Prozess und teilt mit uns ihre Gedanken. Milva versteht sich als Botschafterin für das Thema trans und hat mit ihrem Mann den ersten transkindertreff Schweiz gegründet.
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2
Wir führten ein Interview mit einer Mutter einer queeren, bisexuellen Tochter über Akzeptanz, ihren christlichen Hintergrund (ehemals freikirchlich), Erkenntnisprozesse und den Wunsch in Beziehung zu bleiben. Das Interview wurde relativ leise aufgenommen, also Volume hoch!
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2
Und was denkt der Pfarrer Christian Walti über seine Performance als Bruder von einer queeren Person?
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3
Die Rolle gesellschaftlicher Institutionen
Auch wenn hier in der Schweiz die Annahme verbreitet ist, im Jahre 2026 in einer LGBTQ+-freundlichen Gesellschaft zu leben – was historisch betrachtet auch seine Richtigkeit hat, sieht die individuelle Lebensrealität vieler junger queerer Menschen noch immer anders aus.
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3
Anna-Béatrice Schmaltz (queere Politikerin) und Christian Walti (reformierter Pfarrer, Grossmünster Zürich) stellten sich in Videobeiträgen den Fragen der jungen Queers und ergänzten aus ihrer Perspektive Aspekte rund um institutionelle Verantwortung, Queerfeindlichkeit und wie sich die Sache mit der Hoffnung in einem weltweiten Rechtsruck verhält.

3
Statements unser Ko-Produktionspartner | institutionellen Kompliz*innen
Salome Messner im Namen des Konzeptbüro Rote Fabrik
Als Kulturinstitution nutzen wir Bewusstseinsbildung und Momente der aktiven Mitgestaltung des Publikums als gesellschaftspolitische Werkzeuge, um die Welt durch unsere Kompetenzen etwas sensibler zu machen. In den Begegnungen, die wir in der Roten Fabrik schaffen, dürfen ein solidarisches Miteinander und inkludierende Lebensentwürfe erprobt werden. Die Arbeit von Stick Around in der Koproduktion The Queers Are Alive soll Mut zum Nicht-Wissen zulassen und einen Austausch ermöglichen, ohne auf vermeintliche Expertise oder endgültige Lösungen angewiesen zu sein. Prävention, Unsicherheit, Trauer, Wut und Queer Joy hat gleichzeitig nebeneinander Platz und kann als Community durchlebt werden. Bis Queerness selbst Praxis der Wissensbildung wird: als kontinuierlichen Prozess des Aushandelns, Lernens und Verlernens, der zugleich die Realität fortbestehender Diskriminierungen anerkennt und aushält. Und genau dies sind die Freiräume für Experiment, welche Kultur schaffen sollte.
Mit dem 03.05.2026 erweitert sich dieses Feld um einen Beitrag von Martin Wigger, künstlerische Leitung, des Kulturhaus Helferei. Und mit den Vorstellungen im November 2026 komplettiert die Co-Leitung des Central Uster die Statements unser Ko-Produktionspartner*innen | institutionellen Kompliz*innen.

4
Vorbilder | Pioniere.
The Queers Are Alive arbeitet mit einer historischen Referenz - der Biographie von Jakob Rudolf Forster. Er bezeichnete sich bereits im 19. Jahrhundert als “Urning” und war somit der wohl erste offen und selbstbewusst schwul lebende Mann in der Schweiz.
“Ihr Genossen, fürchtet euch nicht; bekennt, was ihr seid, denn die Liebe, welche uns ergriffen hat, uns durchglüht, kann niemand stillen, keine Muse, kein besänftigender Gesang, keine Veränderung des Ortes, am allerwenigsten aber Hohn und Verachtung, Bande und Kerker, nichts hilft,als ein - Mann! … Diese Liebe sei kein Verbrechen wider die Natur.” Jakob Rudolf Forster
Dank Pionier*innen wie Forster, die Vorarbeit leisteten und damit teilweise ihr Leben riskierten. Um mehr über die spannende Biograhie von Forster zu erfahren, empfehlen wir das Buch Der Urning - Selbstbewusst schwul vor 1900 von Hofstetter, Philipp und Hornung, René. Erhältlich im Hier und Jetzt Verlag
Im Prozess zu The Queers Are Alive entstand ein Dankesbrief an die “schwulen Tanten”, die stellvertretend für alle Vorkämpfer*innen und queeren Vorbilder stehen. Den Text kannst du hier nachlesen:
Auch wenn hier in der Schweiz die Annahme verbreitet ist, im Jahre 2026 in einer LGBTQ+-freundlichen Gesellschaft zu leben – was historisch betrachtet auch seine Richtigkeit hat, sieht die individuelle Lebensrealität vieler junger queerer Menschen noch immer anders aus.



5
Von Rave bis Reddit | Safer Spaces.
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​​In vielen queeren Biographien spielen sogenannte Safer Spaces, also Orte, an denen Menschen sich sicher und wohl fühlen - eine grosse Rolle. In den Gesprächen, die wir führten, zeigte sich, dass diese Orte individuell sehr unterschiedlich aussehen können.
Dom aus dem künstlerischen Team bereitete unsere Recherche und die Interviews zu zwei unterschiedlichen Texte über Safer Spaces für euch auf.
Der erste Text Meeting Spaces, wie zum Beispiel queere Jugendtreffs, beschreibt Orte/Räume des Austauschs. Wo Menschen sich an diesen Treffs mit Energie und Queer-Joy aufladen können, um davon bis zum nächsten Event zu zehren.


Was im Kontext von Safer Spaces auch nicht unerwähnt bleiben darf, sind queere Club- und Subkultur: Geprägt vom Bedürfnis nach sicheren Räumen, brachte sie legendäre Clubs und Musikrichtungen hervor.



Zu Jakob Rudolf Forsters Zeiten wurde das reformierte Zürich aus Sicht sittsamer Bürger*innen zum “Sündenpfuhl”. Die Elektrizität rüstete die Stadt für das nächtliche Vergnügen, rund um den Bahnhof etablierte sich eine Art Cruising-Area und am/im Wasser gab es zahlreiche Orte für geheime Treffen. Inwiefern du sie aus heutiger Sicht als Safer Spaces bezeichnen magst, bleibt dir überlassen - wichtige Orte zum Kennenlernen, Sexualität ausleben und Identität stiften waren sie jedenfalls.


Anlaufstellen
Organisationen für Angehörige von Queers | Schulen
ABQ Vielfalt macht Schule, vermittelt Wissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an Schulen.
Transgender Network Schweiz Angehörigen Forum
HAZ QUEER ZÜRICH Beratung für Angehörige
Du-bist-du Coaching für Fachpersonen
Organisationen für Queers
BERATUNG
Du-bist-du Beratungsstelle für junge Queers mit Fokus auf Peer-Beratung
LGBTIQ Helpline Peer-to-Peer Beratungsstelle und Meldestelle für LGBTIQ feindliche Gewalt
Transgender Network Schweiz Verein von und für trans Menschen, der Information und Beratung bietet.
Checkpoint Zürich Gesundheitszentrum für medizinische, psychologische und präventive Dienstleistungen für queere Menschen.
COMMUNITY
Milchjugend Jugendorganisation für lesbische, schwule, bi, aro-ace, trans und intergeschlechtliche Jugendliche und für alle dazwischen und ausserhalb.
Das Regenbogenhaus Treffpunkt und Anlaufstelle für LGBTQIA+ mit Beratungsangebot

Danke,
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an die Milchjugend für ihre Unterstützung des Projekts - und all die wichtige Arbeit …an Aino, Lee, Mindra, Max, Ines, Jascha für eure Offenheit und wichtigen Gedanken …an Judith, Milva, Martina und Yve, Papa mit non-binärem Kind für das Teilen eurer Erlebnisse inklusive der unbequemen Anteile
…an Anna-Béatrice und Christian für eure
…an Mad für phantastische Listen-Ergänzungen zwischen Tür und Angel …an Joh für Vermittlungsexpertise und fürs Mitdenken, Beitragen und Aushalten …an K & K für die Telefon-Interviews.
…an die Buchhandlung 1000F (mille et deux feuilles) und die Möglichkeit eines Büchertischs …an das Ziegel oh Lac für die eine oder andere Leihgabe.
…an Julian für den spontanen (und extrem hilfreichen!) Tonschnitt .
…an das Wellness Team.
…an unser Careteam.
…an Christina Caprez (Autorin von “Queer Kids”).
…an dieAutor*innen Forster Biografie und dem Hier und Jetzt Verlag.
…an Lea Whitcher für die gelegentlichen herzlichen Mittags-Begegnungen …an das Team des Fabriktheaters für das Atelier und die Sitzsäcke.
…an Martina Blaser für Infomaterial von Anlaufstellen und Faktencheck in der Recherche …an das Central Uster und das Kulturhaus Helferei für euer Ja zum Projekt, die Räumlichkeiten für die Recherchephase und das Hosten der weiteren Anlässe.
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Dank für die finanzielle Unterstützung an die Stadt Zürich Kultur, Kanton, Migros Kulturprozent, Stadt Uster, Fonds Respect